
Volle Fahrt voraus – im Bordtheater und im Kopf
Kaffee, Notizbuch, erste Reihe. Noch vor dem Mittagessen war das Theater der Vasco da Gama bereits auf Betriebstemperatur. Die Best Reisen Jahrestagung 2026 startete direkt und ohne Anlauf mit dem, was die Branche gerade wirklich beschäftigt: Strategie, Zukunft, künstliche Intelligenz – und die Frage, wie das alles zusammengehört.
Den Auftakt machte ein Vortrag zur Best Reisen Strategie 3.0, gefolgt von einem der Highlights des Morgens: „KI an Bord, wir am Steuer“ – ein Titel, der angesichts unserer Lage mitten auf der Ostsee natürlich doppelt zündete. Was künstliche Intelligenz für das stationäre Reisebüro bedeutet, wo sie hilft und wo der Mensch das Steuer behalten muss – das wurde lebhaft und mit sichtlich echtem Interesse im Saal diskutiert. Schön auch: Die Best Youngsters standen selbst auf der Bühne. Nachwuchsförderung nicht nur als Schlagwort, sondern zum Anfassen.
Den krönenden Abschluss des Tagungsblocks bildete die Verleihung des BRITTY Innovations-Awards – mit Applaus, der durch das Bordtheater hallte und auch die Seetüchtigkeit der Vasco da Gama kurzzeitig vergessen ließ. Wer in der Reisebranche Neues wagt, verdient genau das: einen ordentlichen Applaus.

Kopenhagen ruft – der Bus hat nur kurz nicht zugehört
Nach dem Tagungsprogramm an Bord stand Kopenhagen auf dem Plan. Die Busse warteten, die Teilnehmer warteten, der Fahrplan wartete – nur unser Busfahrer wartete offenbar auf ganz eigene Signale. Statt an der Haltestelle mit winkenden Mitreisenden anzuhalten, fuhr er einfach weiter. Und weiter. Und nochmal weiter. Englisch half nur bedingt, Deutsch gar nicht, und so wurde die Fahrt zur Reisemesse in der Villa Copenhagen unfreiwillig zur kleinen Kopenhagen-Rundfahrt.
Irgendwann – nach viel Überzeugungsarbeit und dem kollektiven Willen aller Anwesenden – bog der Bus doch noch in die richtige Richtung ab. Ankommen ist bekanntlich alles. Und das taten wir dann auch.

Reisemesse in der Villa Copenhagen – 90 Aussteller und ein prominenter Gast
Die Villa Copenhagen ist eines jener Häuser, die man betritt und sofort versteht, warum Kopenhagen regelmäßig ganz oben auf Designlisten auftaucht. Das ehemalige Hauptpostamt der Stadt, umgebaut zu einem der stilvollsten Hotels Skandinaviens, bot den perfekten Rahmen für die Best Reisen Reisemesse. Rund 90 Aussteller, gute Gespräche, echte Begegnungen – das ist das, wofür man in diese Branche geht.
Dass sogar der CEO – Sebastian Ebel – eines der größten Reisekonzerne der Welt extra für diese Messe nach Kopenhagen angereist war, zeigt, welches Gewicht die Best Reisen Jahrestagung in der Branche inzwischen hat. Die Gespräche an den Ständen waren lebendig, inhaltlich substanziell und – das ist das Schöne an solchen Formaten – weit persönlicher als jede E-Mail es je sein könnte.
Als sich dann die Türen zum Restaurantbereich öffneten, löste sich alle Konzentration in hungrige Erleichterung auf. Das Buffet hatte es in sich: asiatische Küche, spanische Tapas, Pulled-Pork-Burger – kulinarisch war für jeden etwas dabei. Die Schlangen dafür auch. Und Sitzplätze? Knapp bemessen. Wer stehend isst und dabei noch versucht, ein Bier zu halten und ein Gespräch zu führen, lernt schnell, was Multitasking wirklich bedeutet. Letztendlich: alle satt, alle zufrieden – und irgendwo schläft wahrscheinlich jemand seither etwas unruhiger. Schwamm drüber.

Tivoli Gardens – Vergnügen mit Schreifaktor
Nach der Messe noch ein Abstecher in die Tivoli Gardens – und wer noch nie dort war: Es ist ein bisschen so, als würde man durch eine Zeitkapsel spazieren, die irgendwo zwischen 1843 und heute steckengeblieben ist. Historische Schaubuden, Fahrgeschäfte mit handfester Zentrifugalkraft, Lichter, Musik, der ganze nostalgische Zauber. Kopenhagen ohne Tivoli ist wie eine Kreuzfahrt ohne Meerblick.
Die Geräuschkulisse war eindeutig: Überall Schreie. Ob aus purer Begeisterung oder echtem Entsetzen – bei manchen Fahrgeschäften ist das eine philosophische Frage. Ich habe sie mir von unten beantwortet. Zuschauer haben auch ihren Platz in der Welt.
Abschluss im Hotel Copenhagen – und philosophische Runden an Bord
Bevor es zurück zur Vasco da Gama ging, noch ein kurzer Stopp in der Lobby des Hotel Copenhagen. Wer je überlegt hat, ob ein DJ in einer Hotellobby funktioniert – ja, er funktioniert. Dezente Beats, stilvolles Ambiente, historische Architektur trifft modernes Lebensgefühl. Man muss sich schließlich auch unterhalten können.
Zurück an Bord, in der Lounge, wurden die Gespräche mit jedem Glas ein kleines bisschen tiefer. Über die Reisebranche, über Zukunft, über das, was wirklich zählt. So ein Tag auf einer Luxuskreuzfahrt durch die Ostsee – selbst wenn er mit Tagungsprogramm, Messestress und einem etwas eigenwilligen Busfahrer gefüllt ist – hat am Ende immer diesen Moment, der alles zusammenführt.
Gute Nacht aus Kopenhagen – morgen wartet die Rückfahrt nach Kiel und das Finale der Best Reisen Jahrestagung 2026 an Bord der Vasco da Gama von nicko cruises. Bis dann!









