
Mittwoch, 26. August. Flug München – Kopenhagen. Einschiffung 16:00 Uhr. Und bis dahin? Kaum schlafen, zu viel Vorfreude. Wer mich kennt, weiß: Nach über 170 Kreuzfahrten sollte man meinen, das Kribbeln lässt irgendwann nach. Tut es nicht. Schon gar nicht, wenn das Schiff eine Le Champlain von Ponant ist.
Bevor es also losgeht, möchte ich euch schon heute – zwei Tage vor dem Ablegen – einen ersten Ausblick auf diese besondere Reise geben. Denn diese Nordeuropa-Kreuzfahrt ist kein gewöhnlicher Törn. Sie ist ein Versprechen.
Le Champlain – wenn „Kreuzfahrtschiff“ das falsche Wort ist
Nennt es ruhig eine Luxus-Expeditionsyacht. Das trifft es deutlich besser. Die Le Champlain gehört zur Ponant-Explorers-Klasse – eine Schwesternschaft feiner kleiner Schiffe, zu der auch die Le Lapérouse zählt. Reederei Ponant wurde 1988 in Frankreich gegründet, das Schiff selbst ist seit 2018 in Dienst. Und man merkt bei jedem Detail: Hier wurde nicht gebaut, um möglichst viele Menschen auf möglichst wenig Raum zu quetschen. Ganz im Gegenteil.
131 Meter lang, 18 Meter breit, gerade einmal 92 Kabinen und Suiten für maximal 184 Gäste – mit rund 118 Crewmitgliedern an Bord. Das Verhältnis spricht für sich. Und jede einzelne Kabine? Balkon oder Terrasse, Meerblick, garantiert. Die Expeditionskreuzfahrt mit Ponant auf der Ostsee und entlang Nordeuropas bedeutet also: kleines Schiff, große Weite, viel Raum zum Atmen.
Mein Zuhause: Prestige Stateroom 607

„Kabine“ – schon das Wort fühlt sich falsch an. Ich logiere im Prestige Stateroom 607, und was mich dort erwartet, ist schlicht: alles. Warmes Holzdekor, ein Bett das einlädt zum Liegenbleiben, und vor der Balkontür das weite Meer. Mehr brauche ich nicht. Mehr kann man kaum wollen. Wer nach einem langen Ausflugstag zurückkommt und sich in diesen Raum fallen lässt, der versteht, warum Luxus.Kreuzfahrten.net seit fast 30 Jahren für genau solche Momente steht.
Französische Kulinarik – der „French Touch“ auf hoher See

Ponant ist französisch – und das schmeckt man. Der sogenannte French Touch zieht sich durch alles: Atmosphäre, Service, und natürlich die Küche. Zwei Restaurants an Bord, verfeinerte französische Cuisine, Zutaten mit Sorgfalt ausgewählt. Was auf dem Foto zu sehen ist, macht deutlich, mit welchem Anspruch hier gearbeitet wird: Ein Dessert, das aussieht wie ein kleines Kunstwerk – Macarons, Passionsfrucht, Präzision auf weißem Porzellan. Ich freue mich ehrlich gesagt fast genauso auf die Abendessen wie auf die Häfen. Fast.
Die Unterwasser-Lounge Blue Eye – ein Ort wie kein anderer

Jetzt aber zu dem, was mich wirklich fasziniert, bevor ich überhaupt an Bord bin: die Blue Eye Unterwasser-Lounge. Eine Bar unterhalb der Wasserlinie, beleuchtet in tiefem Blau, mit großen Bullaugen in Form von Walaugen – und draußen: das Meer. Nicht als Kulisse, sondern als Erlebnis. Dazu kommt eine ozeanische Geräuschkulisse, die direkt über Hydrofone vom Schiffsrumpf übertragen wird. Wale, Wellen, Stille des Tiefs. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlt, wenn wir durch die Ostsee gleiten. Ein Drink, Meeresrauschen unter der Wasserlinie – das ist kein Trick, das ist Magie.
Die Route: Knotenpunkte der Weltpolitik

Ich fahre den ersten Abschnitt dieser insgesamt elftägigen Reise – von Kopenhagen aus, vier Tage an Bord, bis zum 30. August. Die Gesamtroute führt weiter bis nach London, über Warnemünde, Wismar, den Nord-Ostsee-Kanal, Harlingen, Amsterdam, Scheveningen, Antwerpen, Ostende und Dünkirchen. Ein Weg durch Europas Geschichte, Handel und Geopolitik.
Das Thema der Reise – Knotenpunkte der Weltpolitik – ist kein aufgesetztes Marketingversprechen. Es ist das echte Gerüst dieser Route: die Hansestädte mit ihren UNESCO-Welterbestätten, der Nord-Ostsee-Kanal als strategische Wasserstraße, Amsterdam, Brügge, NATO-Hauptquartier in Brüssel, der Internationale Gerichtshof in Den Haag. Geschichte zum Anfassen, auf dem Wasser erlebt.
Ich bin dabei. Ab Mittwoch berichte ich täglich von Bord – mit Fotos, Eindrücken, Geschichten aus den Häfen und allem, was diese Luxuskreuzfahrt mit Ponant so besonders macht. Wer schon immer wissen wollte, wie sich Nordeuropa vom Wasser aus anfühlt: Bleibt dran. Es wird schön.
Euer Ulrich – noch am Boden, aber schon in Gedanken auf See.








