Kanalstille, Ostseegang und Abschied in Amsterdam
Wer glaubt, die Ostsee sei ein zahmes Gewässer, der hat offenbar noch nie bei frischem Wind an Bord der Le Champlain gestanden. Kaum hatten wir den Nord-Ostsee-Kanal hinter uns gelassen – und glaubt mir, da war es so glatt wie ein Frühstückstisch –, da legte die offene Ostsee los und machte unmissverständlich klar, dass wir uns auf einem Schiff befinden und nicht in einem schwimmenden Wellness-Hotel. Was ich dazu sagen kann: Durchhalten lohnt sich. Immer.

Hoch hinaus: Die Observatory Lounge auf Deck 6
Wenn das Schiff schaukelt, sucht man sich einen guten Platz. Ich habe mir dafür die Observatory Lounge auf Deck 6 ausgesucht – und wer die noch nicht kennt: Sie ist der Beweis, dass Ponant beim Thema Aussicht keine halben Sachen macht. Der Blick über den Bug der Le Champlain auf die wechselnde Nordseelandschaft ist einfach großartig. Kaffee in der Hand, Horizont vor Augen, leichtes Schaukeln unter den Füßen – das ist genau das, weshalb ich seit 1997 Kreuzfahrten vermarkte und warum ich selbst nicht aufhöre, auf diesen Schiffen zu sein.

Mittags auf Deck: BBQ mit Meerblick und Maiskolben für alle
Mittags dann eine wunderschöne Szene auf Deck 3: Das Team der Le Champlain hat ein Barbecue direkt vor den Augen der Gäste aufgebaut und frisch zubereitet. Kein Buffet, das schon seit einer Stunde unter Wärmelampen steht, sondern echtes Grillen, live, mit Duft und allem drum und dran. Wer sich fragt, ob Veganer bei einem Grill-Event auf einer Luxuskreuzfahrt zu kurz kommen: Nein. Maiskolben gab es auch – und ich sage euch, die waren hervorragend. Dieses entspannte Mittagsformat auf See gehört für mich zu den schönsten Momenten an Bord, weil es zeigt, wie die French Touch-Philosophie von Ponant in der Praxis aussieht: unkompliziert, hochwertig, mit einem echten Blick für die Freude der Gäste.

Ein Flügel, ein Pianist und ein Nachmittag, den man nicht vergisst
Am Nachmittag zog es mich dann in die Lounge auf Deck 3, und dort wartete eine echte Überraschung: Pianist Volodymyr Talakh saß am weißen Flügel und spielte – virtuos ist das Mindeste, was ich dazu sagen kann. Ich bin ehrlich gesagt kein Mensch, der sich bei jedem Konzert an Bord hinsetzen muss, aber hier blieb ich einfach sitzen. Die Musik, das sanfte Schaukeln, das Licht über dem Meer draußen vor den Fenstern – das war einer dieser Momente, die man sich nicht kaufen kann, die sich einfach so ergeben. Danke, Volodymyr.

Amsterdam und ein Abschied mit gutem Gefühl
Dann kam Amsterdam in Sicht – und damit auch mein persönliches Reiseende. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen war es Zeit, von Bord zu gehen und den Heimflug anzutreten. Der erste Abschnitt dieser Nordeuropa-Kreuzfahrt mit Ponant geht damit für mich zu Ende: von Kopenhagen durch den Nord-Ostsee-Kanal, über die Ostsee und schließlich nach Amsterdam. Die Le Champlain fährt weiter Richtung London, und ein kleiner Teil von mir wäre gerne dabei geblieben.

Was bleibt? Eine Expeditionskreuzfahrt, die ihren Namen verdient: intellektuell anspruchsvoll durch das Reisethema Knotenpunkte der Weltpolitik, elegant durch den unverwechselbaren Stil der Le Champlain, und herzlich durch eine Crew, die einem das Gefühl gibt, willkommen zu sein – nicht als Passagier, sondern als Gast. Dafür ein großes Dankeschön an die gesamte Crew der Le Champlain. Ihr habt das wirklich toll gemacht.
Wer wissen möchte, ob diese Reise oder ein ähnlicher Abschnitt dieser Ponant Luxuskreuzfahrt etwas für euch ist, meldet euch einfach bei mir auf Luxus.Kreuzfahrten.net. Ich berate euch gerne persönlich – mit mehr als 170 Kreuzfahrten im Gepäck weiß ich, wovon ich rede.








