Tag 2 an Bord der nickoSPIRIT – Gorinchem, Bernhard Vogel und ein Dinner, das keine Hackbraten-Erwartungen bedient
Wer hätte gedacht, dass unser zweiter Reisetag auf dieser Seminarreise mit nicko cruises ausgerechnet in einer niederländischen Festungsstadt beginnt, von der die meisten meiner Mitreisenden noch nie gehört hatten? Ich gestehe: Ich auch nicht wirklich. Aber Gorinchem hat mich schlicht umgehauen.
Gorinchem – eine Festungsstadt wie aus dem Bilderbuch
Früh morgens um kurz nach sechs legte die nickoSPIRIT an der Merwede an, und was uns erwartete, war eine der besterhaltenen Festungsstädte der Niederlande. Gorinchem – die Einheimischen nennen sie liebevoll „Gorkum“ – liegt an der Mündung der Linge in die Merwede und hat diese einzigartige Qualität, die man nur in Städten findet, die sich irgendwie erfolgreich geweigert haben, mit der Zeit zu gehen. Die mittelalterlichen Stadtmauern stehen noch, die Grachten spiegeln die historischen Bürgerhäuser, und überall erzählen kleine Details von einer langen, bewegten Geschichte.
Unser Stadtrundgang führte uns durch Jahrhunderte niederländischer Geschichte – von spanischer Herrschaft über den Achtzigjährigen Krieg bis hin zu Geschichten über berühmte Persönlichkeiten, die in diesen Mauern das Licht der Welt erblickten. Ja, auch der Maler Jan van Scorel entstammt dieser Stadt. Das erfährt man eben, wenn man nicht nur mit dem Smartphone in der Hand durch die Gassen schlendert, sondern wirklich zuhört. Der Stadtrundgang war kurzweilig, informativ und hat einmal mehr bewiesen: Die echten Entdeckungen auf einer Flusskreuzfahrt liegen oft abseits der großen Klassiker.

Bernhard Vogel erklärt die Welt – zumindest die nicko-Welt
Zurück an Bord übernahm dann Bernhard Vogel das Zepter. Bernhard ist Regionalverkaufsleiter bei nicko cruises und einer dieser Menschen, die man einfach gerne zuhören mag. Nicht weil er laut wäre – ganz im Gegenteil – sondern weil er sein Handwerk versteht und es schafft, auch komplexere Zusammenhänge rund um Flussreisen, Weltreisen mit der Vaco da Gama ,Routenplanung und das Besondere dieser Entdecker-Reisen mit nicko cruises so zu erklären, dass selbst gestandene Vielkreuzer und Kreuzfahrt-Neulinge gleichzeitig nicken.

Wir sind ja nicht nur zum Vergnügen hier – auch wenn das Vergnügen definitiv nicht zu kurz kommt. Das ist eine Seminarreise, und Bernhard gibt wirklich sein Bestes, um uns mit echtem Insiderwissen zu versorgen. Was macht nicko cruises anders? Warum lohnt sich eine Flussreise ganz besonders. Was sind die Highlights der Vasco da Gama Weltreisen? Welche Kabinenkategorien, welche Routen, welche Ausflüge? Fragen, die meine Kunden mir täglich stellen – und hier bekomme ich Antworten aus erster Hand. Genau dafür bin ich auf solchen Reisen, und genau das macht Luxus.Kreuzfahrten.net seit 1997 aus: Ich verkaufe nicht, was ich nicht kenne.
Die Crew stellt sich vor – und macht das mit Haltung
Ein besonderes Highlight des Tages war der Empfang mit dem Kapitän und die offizielle Vorstellung der Crew der nickoSPIRIT. 38 Menschen sorgen dafür, dass 170 Passagiere an Bord dieses 110 Meter langen Schiffes rundum glücklich sind – und man merkt: Das hier ist kein Job, das ist eine Berufung. Die Crew trat geschlossen, professionell und mit echter Herzlichkeit auf. Keine aufgesetzten Lächeln, keine eingestudierte Tourismusshow. Einfach Menschen, die stolz auf ihr Schiff sind und das zeigen.

Die Insta 360 und ich – ein Team mit Tiefgang
Ich gestehe: Ich bin gerade etwas verliebt in meine Insta 360. Die Kamera erlaubt Perspektiven, die mit normalem Smartphone schlicht nicht möglich sind. Das Schiff von unten, die Bugwelle von ganz nah, das Panorama der vorbeiziehenden Flusslandschaft in einem Winkel, der eigentlich gar nicht sein dürfte. Wer meine Berichte von Luxus.Kreuzfahrten.net kennt, weiß: Ich versuche immer, euch das Gefühl mitzugeben, selbst dabei zu sein. Mit dieser Kamera gelingt mir das noch ein Stück besser.

Das Abendessen – und warum Hackbraten keine Option war
Und dann: das Dinner. Wer an Bord eines Flusskreuzfahrtschiffs Hausmannskost erwartet, liegt falsch – zumindest auf der nickoSPIRIT. Was in der Küche an diesem Abend auf den Teller kam, hatte mit Hackbraten und Kartoffelbrei ungefähr so viel gemeinsam wie Gorinchem mit einer Autobahn-Raststätte. Nichts. Gar nichts.

Frischkäse, Pesto, ein feines Gemüse-Tartar, dekorative Saucen-Tupfer – das war Küche mit Anspruch und Handschrift. Die Restaurants der nickoSPIRIT sind kein Zufall, sondern Konzept. Und dieses Konzept geht auf. Ich sage es jetzt schon: Die kulinarische Latte liegt auf dieser Seminarreise verdammt hoch – und das erste große Gala-Dinner, exklusiv designed von Starkoch Johann Lafer das uns in Brüssel erwartet, kann kommen.
Morgen geht es weiter nach Gent – eine Stadt, die auf meiner persönlichen Liste der europäischen Geheimtipps schon lange ganz oben steht. St.-Bavo-Kathedrale, das Schloss der Grafen von Flandern, romantische Grachten. Ich freue mich. Und ihr dürft gespannt sein.
Bis morgen – Ulrich, irgendwo auf dem Rhein zwischen Gorinchem und Gent, mit einem Glas Wein und einem sehr zufriedenen Lächeln.










