Arnheim – Grüner Abschluss einer unvergesslichen Flussreise
Sieben Tage, sechs Häfen, unzählige Eindrücke – und heute, am 25. Juli, legt die nickoSPIRIT ein letztes Mal an, bevor es morgen früh wieder nach Köln geht. Arnheim, die grüne Hauptstadt der niederländischen Provinz Gelderland, macht uns zum Abschluss dieser besonderen Seminarreise ein wunderschönes Abschiedsgeschenk: Sonnenschein, Geschichte und eine Stadt, die man einfach mögen muss.

Stadtrundgang mit Tiefgang – und einem Augenzwinkern
Der Morgen beginnt früh – wobei „früh“ relativ ist, wenn man den Vortag in vollen Zügen genossen hat. Doch keine Sorge, dazu gleich mehr. Unser Stadtführer nimmt uns mit durch Arnheim, und ich muss sagen: Die Highlights wurden wirklich schön erklärt. Die gotische Eusebiuskerk mit ihrem markanten Turm, das Renaissance-Juwel Duivelhuis, die weite Landschaft der Veluwe im Hintergrund – Arnheim hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Stadt trägt noch immer den Geist der Operation Market Garden von 1944 in sich, die hier am Rhein eine ihrer entscheidenden Stationen hatte. Wer einmal die berühmte Brücke aus „A Bridge Too Far“ mit eigenen Augen gesehen hat, versteht, warum dieser Ort Geschichte atmet.

Das obligatorische Gruppenfoto vor der berühmten Arnheimer Brücke durfte natürlich nicht fehlen. Banner raus, alle lächeln – perfekt. Was man auf dem Foto nicht sieht: die ein oder andere Sonnenbrille, die heute Morgen wohl auch eine kleine Schutzfunktion erfüllte. Der Stadtplatz mit seinen historischen Backsteinfassaden und einladenden Cafés sorgte dann aber schnell für neue Lebensgeister.

Die Spuren des Vortags – und warum Bier hier Tradition hat
Ich gebe es offen zu: Der Abend zuvor in Antwerpen bzw. auf der nickoSPIRIT hat Spuren hinterlassen – und zwar die schönsten. Wer an einer Bar mit dieser Theke sitzt, mit dieser Auswahl an Zapfhähnen, Gläsern und Wandregalen voller Geschichte, der trinkt eben nicht nur ein Bier. Man trinkt Kultur. Die Niederlande und Belgien sind Bierland durch und durch, und wer hier vor einer Bierauswahl steht, dem wird schwindelig – ohne einen einzigen Schluck. Ich spreche aus Erfahrung.

Auf dem Sonnendeck – wo Flusskreuzfahrt zur Lebensphilosophie wird
Wer braucht schon einen Pool, wenn man auf dem Sonnendeck der nickoSPIRIT steht und der Rhein in seiner ganzen Breite vor einem liegt? Ein Gespräch, ein Lächeln, der Wind im Gesicht – Flussreisen haben eine eigene Magie, die man nicht in Prospekten erklären kann. Man muss sie einfach erleben.

Die Feedback-Runde mit Bernhard Vogel – Wünsche, Witze und ehrliche Worte
Der Nachmittag gehört der großen Abschlussrunde mit Bernhard Vogel von nicko cruises – dem Mann, der diese Reise mit ruhiger Hand, viel Kompetenz und spürbarer Leidenschaft begleitet hat. Jeder Teilnehmer darf sagen, was er sich für künftige Reisen wünscht oder was verbessert werden sollte. Die Vorschläge reichen von „eine 24/7-Kaffeemaschine“ bis zu „einem ruhigen Plätzchen für Spaßbremsen“ – wobei Letzteres auf dieser Reise ohnehin kaum jemand gebraucht hätte.
Meine persönlichen Wünsche? Ich bin da pragmatisch: Eine Minigolfanlage auf dem Sonnendeck wäre schön. Oder wenigstens Tontaubenschießen. Man muss ja Träume haben. Bernhard hat tapfer gelächelt – und ich glaube, er meint es ernst, wenn er sagt, er nimmt alle Wünsche mit. Das ist nicko cruises: Man hört zu. Das spürt man.
Ein Sonnenuntergang als würdiger Abschluss

Dann kommt er – dieser Moment, den man nicht plant und nicht erzwingen kann. Die Sonne taucht den Rhein in warmes Gold, irgendwo am Ufer sticht ein Kirchturm in den Abendhimmel, und der Rettungsring im Vordergrund erinnert daran, dass das hier ein echtes Schiff ist, das echte Abenteuer erlebt. Ich stehe auf dem Deck, halte inne und denke: Acht Tage, die sich angefühlt haben wie eine kleine Ewigkeit – im allerbesten Sinne.
Danke – von Herzen
Diese Seminarreise auf der nickoSPIRIT war eine der besonderen Flussreisen, die ich in meinen fast 30 Jahren als Kreuzfahrt-Spezialist erleben durfte. Die Umroutung wegen Niedrigwassers auf Rhein und Mosel? Im ersten Moment eine Überraschung – im Rückblick ein Glücksfall. Gorinchem, Gent, Brüssel, Antwerpen, Maastricht, Arnheim – eine Route, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Ein herzliches Dankeschön an Bernhard Vogel und das gesamte Team von nicko cruises, an Best Reisen als verlässlichen Partner, an die 38 Crew-Mitglieder der nickoSPIRIT, die uns acht Tage lang verwöhnt haben – und vor allem an die wunderbaren Teilnehmer, die aus dieser Seminarreise etwas ganz Besonderes gemacht haben. Morgen früh, Ankunft Köln 08:00 Uhr, geht eine tolle Reise zu Ende. Aber wie ich immer sage: Eine gute Reise endet nie wirklich – sie lebt in den Geschichten weiter, die man danach erzählt.
Bis zur nächsten Reise – euer Ulrich von Luxus.Kreuzfahrten.net.










